Hast du schon einmal beobachtet, was passiert, wenn ein Hund aus einem See kommt oder gebadet wurde? Er macht einen festen Stand, senkt den Kopf ein wenig und fängt an, seinen ganzen Körper von der Nase bis zur Rute ganz kräftig hin- und herzuwackeln. Das spritzt zwar ordentlich, aber danach ist das Fell des Tieres viel trockener und es fühlt sich wieder pudelwohl. Genau aus dieser Beobachtung ist ein bekanntes Sprichwort entstanden: Sich wie ein nasser Hund schütteln.
Sich wie ein nasser Hund schütteln.
Wenn wir sagen, dass wir uns wie ein nasser Hund schütteln, meinen wir natürlich nicht, dass wir uns im Badezimmer nass machen und dann das ganze Wasser in der Wohnung verteilen. Diese Redewendung ist im übertragenen Sinne gemeint. Es bedeutet: Etwas Unangenehmes schnell hinter sich lassen, den Ärger loswerden und einfach weitermachen.
Stell dir vor, du hast in der Schule eine Note bekommen, mit der du nicht zufrieden bist, oder du hattest einen kleinen Streit mit deiner besten Freundin. Das fühlt sich im ersten Moment schwer und doof an – fast so wie nasses, schweres Fell für einen Hund. Aber anstatt den ganzen Tag traurig in der Ecke zu sitzen, kannst du dich symbolisch „schütteln“. Das heißt, du entscheidest dich ganz bewusst dafür, den Frust loszulassen, tief durchzuatmen und wieder nach vorne zu schauen.
In unserer Übersicht über Redewendungen mit Hund findest du noch viele weitere spannende Sätze, die zeigen, wie viel wir von unseren vierbeinigen Freunden lernen können.
Unsere geliebten Vierbeiner sind nämlich echte Experten darin, im Hier und Jetzt zu leben. Wenn ein Hund nass ist, schüttelt er sich kurz und die Sache ist für ihn erledigt. Er rennt sofort wieder los, um seinem Ball hinterherzujagen. Wir Menschen können das auch! Wenn du dich das nächste Mal über eine Kleinigkeit ärgerst, denk an das Sprichwort. Schüttle den Ärger wie ein nasser Hund einfach ab, schenk der Welt ein Lächeln und starte mit neuer Energie in den restlichen Tag.