Das Kratzen an der Schlafstelle ist ein Urinstinkt aus der Zeit der Wölfe.

Das Kratzen an der Schlafstelle ist ein Urinstinkt aus der Zeit der Wölfe

Hast du schon einmal beobachtet, wie sich dein Hund vor dem Schlafen im Kreis dreht und mit seinen Pfoten wild an seinem Körbchen scharrt? Das sieht fast so aus, als würde er sich sein eigenes Bett machen! Tatsächlich ist das Kratzen an der Schlafstelle ein Urinstinkt aus der Zeit der Wölfe, den unsere geliebten Vierbeiner auch heute noch in sich tragen.

Stell dir vor, du müsstest draußen im Wald schlafen. Du hättest keine weiche Matratze und keine kuschelige Decke. Genau so erging es den Vorfahren unserer Hunde. Die Wölfe mussten den harten Waldboden erst einmal vorbereiten. Sie scharrten mit ihren Pfoten, um pieksende Stöcke, harte Steine oder sogar kleine Krabbeltiere zu entfernen. So wurde der Untergrund schön eben und bequem – fast so, als würdest du dein Kopfkissen erst einmal ordentlich aufschütteln, bevor du dich hinkuschelst.

Aber das Scharren hatte noch einen weiteren tollen Grund: Durch das Graben einer kleinen Kuhle schufen sich die Tiere ihre eigene „Klimaanlage“. Im eiskalten Winter hielt die Erdkuhle die Körperwärme fest, und an heißen Sommertagen war die tiefere Erde angenehm kühl. Wenn dein Haustier heute sein weiches Kissen bearbeitet, zeigt uns der Hund ein Stück seiner wilden Geschichte. Noch mehr solche spannenden Details findest du bei unseren Tierisch erstaunliche Hundefakten.