Sich wie ein getretener Hund fühlen.

Hunde sind unsere treuesten Begleiter und zeigen uns ihre Gefühle ganz deutlich. Manchmal nutzen wir ihr Verhalten, um zu beschreiben, wie es uns selbst geht. In unserer Sprache gibt es viele spannende Redewendungen mit Hund, die uns helfen, Gefühle besser zu erklären.

Sich wie ein getretener Hund fühlen

Hast du dich schon einmal so richtig schlecht gefühlt, weil du einen Fehler gemacht hast? Vielleicht hast du aus Versehen Mamas Lieblingsvase umgestoßen oder einen Freund beim Spielen ungerecht behandelt. Wenn wir merken, dass wir etwas falsch gemacht haben und uns deshalb sehr schämen oder traurig sind, sagen wir oft: Ich fühle mich gerade wie ein getretener Hund.

Das bedeutet natürlich nicht, dass wirklich jemand getreten wurde! In dieser Redewendung geht es um das Gefühl, das ein Tier oder ein Mensch hat, wenn er ausgeschimpft wurde oder weiß, dass er Mist gebaut hat. Man fühlt sich dann ganz klein, zieht die Schultern hoch und möchte sich am liebsten in einer Ecke verkriechen. Genau wie ein Vierbeiner, der den Schwanz einzieht und den Kopf hängen lässt, zeigt dieses Sprichwort, dass jemand sein Verhalten sehr bereut.

Ein Beispiel aus deinem Alltag
Stell dir vor, du hast vergessen, deine Hausaufgaben zu machen, und dein Lehrer schimpft ein bisschen mit dir. Danach sitzt du an deinem Platz, schaust auf den Boden und fühlst dich ganz unglücklich. In diesem Moment könntest du sagen, dass du dich wie ein getretener Hund fühlst. Du bist nicht wütend auf die anderen, sondern eher enttäuscht von dir selbst und traurig über die Situation.

Es ist wichtig zu wissen, dass dieses Sprichwort nur ein Bild für unsere Gefühle ist. In Wirklichkeit darf man natürlich niemals ein Tier oder einen Menschen schlecht behandeln oder ihnen wehtun. Wenn man sich aber einmal so fühlt, hilft meistens eine feste Umarmung oder eine ehrliche Entschuldigung, damit es einem bald wieder besser geht und man den Kopf wieder stolz heben kann.