Dürfen Hunde Kirschen essen?

Sommerzeit ist Kirschenzeit! Wenn die roten Früchte reif an den Bäumen hängen, würden wir sie am liebsten direkt naschen. Doch während wir Menschen uns über den süßen Snack freuen, stellt sich für Hundebesitzer eine wichtige Frage: Dürfen Hunde Kirschen essen? Die kurze Antwort lautet leider: Nein, Hunde sollten lieber keine Kirschen fressen. Auch wenn das Fruchtfleisch an sich nicht giftig ist, bringen Kirschen Gefahren mit sich, die für unsere vierbeinigen Freunde sehr gefährlich werden können.

Warum sind Kirschen für Hunde gefährlich?

Das Hauptproblem bei der Kirsche ist nicht die Frucht selbst, sondern das, was in ihr steckt. Die Kerne, aber auch die grünen Stiele und die Blätter des Kirschbaums, enthalten Stoffe, die im Körper des Hundes zu Blausäure umgewandelt werden. Blausäure ist ein Gift, das die Sauerstoffaufnahme im Blut verhindert. Schon kleine Mengen können bei Hunden Übelkeit, Erbrechen oder sogar Atemnot auslösen.

Da Hunde oft nicht vorsichtig kauen, verschlucken sie die Kerne meist im Ganzen. Um mehr über die Besonderheiten deines Lieblings zu erfahren, lohnt sich ein Blick in unsere Rubrik Fragen & Antworten, wo wir viele weitere Rätsel rund um den Hund lösen.

Gefahr für den Bauch und die Zähne

Neben dem Gift gibt es noch ein weiteres Risiko: Kirschkerne sind extrem hart. Wenn ein kleiner Hund, wie zum Beispiel ein Mops oder ein Jack Russell Terrier, mehrere Kerne verschluckt, können diese im Darm stecken bleiben. Das nennt man einen Darmverschluss, und das ist ein echter Notfall, bei dem der Tierarzt schnell helfen muss. Außerdem können die harten Kerne die Zähne deines Hundes beschädigen, wenn er versucht, darauf herumzubeißen.

Damit du genau weißt, was dein Hund fressen darf und was nicht, ist ein tolles Fachbuch über Hundeernährung eine wunderbare Hilfe für kleine und große Hundefreunde. So werdet ihr zu echten Experten für die Gesundheit eures Tieres.

Was tun, wenn es doch passiert ist?

Hat dein Hund heimlich eine Kirsche vom Boden stibitzt? Keine Panik! Eine einzelne Kirsche ist meistens noch kein Weltuntergang. Beobachte deinen Hund aber genau. Wenn er sich merkwürdig verhält, viel speichelt oder Bauchschmerzen zu haben scheint, solltest du sofort deine Eltern informieren, damit ihr gemeinsam zum Tierarzt fahren könnt.

Anstatt gefährliches Obst zu verfüttern, kannst du deinen Hund lieber mit sicherem Spielzeug beschäftigen. Eine großartige Hilfe für das Training und eine tolle Ablenkung sind zum Beispiel Snackbälle, die man mit hundesicheren Leckerlies füllen kann. So bleibt dein bester Freund glücklich, satt und vor allem gesund!