Ein kleiner Tanz mit dem Kuscheltier
Bestimmt hast du das schon einmal beobachtet: Dein Hund schnappt sich sein liebstes Plüschtier, klammert sich fest und bewegt sich so, als würde er darauf reiten. Das sieht für uns Menschen erst einmal sehr lustig oder sogar ein bisschen seltsam aus. Aber keine Sorge, dein vierbeiniger Freund möchte dich damit nicht ärgern oder dich in Verlegenheit bringen. In der Hundesprache hat dieses Verhalten, das Fachleute „Aufreiten“ nennen, eine ganz einfache Erklärung.
Warum Hunde „reiten“
Hunde drücken ihre Gefühle oft durch ihren ganzen Körper aus. Wenn dein Hund sich an sein Stofftier klammert, ist das meistens ein Ventil für angestaute Energie. Stell dir vor, du bist so richtig aufgeregt, weil du Geburtstag hast oder eine tolle Note bekommen hast – da möchtest du vielleicht auch am liebsten herumhüpfen oder laut singen!
Hunde nutzen das Aufreiten oft, um Stress oder sehr große Freude abzubauen. Das passiert zum Beispiel häufig nach einem besonders wilden Spiel oder wenn Besuch gekommen ist, der den Hund sehr fasziniert hat. Es ist ein Zeichen für ein starkes Gefühl, das irgendwohin muss.
Spielerische Ablenkung hilft
Manchmal klammern sich Hunde auch an Dinge, wenn ihnen langweilig ist oder sie geistig nicht ausgelastet sind. Um deinem Freund zu helfen, seine Energie in ruhigere Bahnen zu lenken, ist tolles Intelligenzspielzeug eine wunderbare Lösung. So lernt dein Hund, sich zu konzentrieren, und wird auf eine sanfte Weise müde, statt sich zu sehr in seine Aufregung hineinzusteigern.
Es ist völlig normal, dass du dir Gedanken über das Verhalten deines Lieblings machst. In unserer Rubrik Fragen & Antworten erfährst du noch viel mehr darüber, warum Hunde tun, was sie tun.
Ein Ort der Ruhe
Wenn das „Reiten“ auf dem Stofftier zur Gewohnheit wird, kann es auch bedeuten, dass dein Hund Schwierigkeiten hat, zur Ruhe zu finden. Rassen wie der Jack Russell Terrier oder auch sehr aufgeweckte Mischlinge neigen manchmal dazu, ihre Aufregung so zu zeigen. In solchen Momenten hilft es, dem Hund einen festen Rückzugsort anzubieten. Ein gemütliches Hundebett kann hier Wunder wirken. Wenn dein Hund lernt, dass er dort entspannen kann, wird er sein Stofftier bald wieder nur zum gemütlichen Kuscheln benutzen.