Warum kommen Welpen blind und taub auf die Welt?

Wenn kleine Hundekinder, wie zum Beispiel die flauschigen Berner Sennenhunde oder mutige Terrier, geboren werden, sind sie noch ganz winzig und hilflos. In den ersten Tagen können sie weder sehen noch hören. Das wirkt auf uns Menschen erst einmal eigenartig, aber die Natur hat sich dabei etwas ganz Besonderes gedacht. Warum kommen Welpen blind und taub auf die Welt? Die Antwort liegt in ihrer schnellen Entwicklung begraben.

Ein natürlicher Schutzschild für die Sinne

Hunde gehören zu den sogenannten Nesthockern. Das bedeutet, dass sie nach der Geburt noch viel Zeit, Wärme und Ruhe brauchen, um richtig fertig entwickelt zu werden. Wenn sie aus dem Bauch der Mama kommen, ist ihr Gehirn noch mitten im Wachstum. Die Augenlider und die Gehörgänge sind in dieser Zeit fest verschlossen.

Dieser Verschluss wirkt wie ein Schutzschild. Er bewahrt die hochempfindlichen Nerven der Augen und Ohren vor zu starken Reizen. Stell dir vor, du würdest direkt nach einem langen Schlaf in ein gleißend helles Licht schauen – das wäre sehr unangenehm! Für einen Welpen wäre die Welt ohne diesen Schutz einfach viel zu laut und zu hell, während sein Körper noch mit dem Wachsen beschäftigt ist.

Um diese spannende Zeit der ersten Wochen besser zu verstehen, gibt es tolles Zubehör, mit dem du gemeinsam mit deinen Eltern alles über die Bedürfnisse kleiner Hunde lernen kannst. So wirst du zum echten Experten für deinen vierbeinigen Freund.

Die magische zweite Woche

Nach etwa zehn bis vierzehn Tagen passiert etwas Wunderbares: Die kleinen Schlitze an den Augen beginnen sich ganz langsam zu öffnen. Auch die Ohren entfalten sich und lassen die ersten Geräusche hindurch. Zuerst sieht die Welt für das Hundekind noch sehr verschwommen aus, fast so, als würde es durch eine dicke Nebelwand schauen. In dieser Zeit orientieren sich die Kleinen vor allem durch ihren Geruchssinn und die wohlige Wärme ihrer Mutter.

In unserem Bereich Fragen & Antworten kannst du noch viele weitere Geheimnisse über das Verhalten von Hunden entdecken. Da Welpen in dieser Phase besonders viel Geborgenheit brauchen, ist eine Hilfe für das Training oft eine wunderbare Unterstützung. Solche speziellen Kuscheltiere ahmen den Herzschlag der Mutter nach und helfen dem Welpen, sich sicher und geborgen zu fühlen, wenn er in sein neues Zuhause einzieht.

Geduld und Liebe für den Start

Egal ob es sich um einen kleinen Dackel oder einen großen Schäferhund handelt – jeder Hund startet sein Leben mit diesen geschlossenen Sinnen. Es ist eine Phase der absoluten Ruhe. Wenn die Augen und Ohren dann voll funktionsfähig sind, beginnt die eigentliche Entdeckungsreise, bei der die Welpen lernen, mit dem Schwanz zu wedeln, zu bellen und die Welt mit ihren Menschen zu erkunden. Als verantwortungsvoller Hundefreund ist es deine Aufgabe, ihnen in dieser ersten Zeit viel Ruhe zu schenken, damit sie gesund und munter groß werden können.