Den inneren Schweinehund überwinden.

Hast du schon einmal gemütlich auf dem Sofa gelegen und wolltest dich eigentlich gar nicht mehr bewegen? Dabei wusstest du ganz genau, dass du eigentlich noch dein Zimmer aufräumen oder für die Schule üben müsstest. In so einem Moment begegnet dir ein ganz besonderes, unsichtbares Tier: der Schweinehund! Es gibt viele spannende Redewendungen mit Hund, aber diese hier ist besonders lustig, weil sie uns alle betrifft.

Den inneren Schweinehund überwinden.

Wenn jemand sagt, du sollst den inneren Schweinehund überwinden, dann meint er damit, dass du dich zu einer Anstrengung aufraffen sollst, obwohl du gerade so richtig faul bist oder einfach keine Lust hast. Dieser „Vierbeiner“ ist natürlich kein echter Hund, der in deinem Bauch wohnt. Er ist eine fantasievolle Art, unsere eigene Trägheit zu beschreiben.

Stell dir vor, es regnet draußen in Strömen. Eigentlich hast du heute Fußballtraining. Dein innerer Schweinehund flüstert dir jetzt vielleicht ins Ohr: „Bleib doch lieber hier im Trockenen, es ist so gemütlich!“ Wenn du dir dann aber trotzdem deine Sportschuhe anziehst und zum Training gehst, dann hast du es geschafft: Du konntest erfolgreich den inneren Schweinehund überwinden.

Das Sprichwort ist also nicht wörtlich gemeint. Es geht nicht darum, über ein echtes Tier drüberzuspringen. Es bedeutet vielmehr, dass dein Wille stärker ist als deine Faulheit. Das passiert uns Kindern und Erwachsenen jeden Tag:

  • Bei den Hausaufgaben: Du würdest viel lieber draußen spielen, setzt dich aber trotzdem an den Schreibtisch.
  • Beim Aufräumen: Das Spielzeug liegt überall verteilt, aber du räumst es ordentlich weg, bevor du schlafen gehst.
  • Beim Zähneputzen: Manchmal ist man abends so müde, dass man keine Lust hat – aber man tut es für gesunde Zähne trotzdem.

Wenn du das nächste Mal merkst, dass du dich so richtig schwerfällig fühlst, denk an diesen kleinen, lustigen Schweinehund. Grinse ihm kurz zu und sag dir: „Nicht heute!“. Denn wenn wir den inneren Schweinehund überwinden, fühlen wir uns danach meistens richtig stolz und gut, weil wir unsere Aufgaben erledigt haben.