Hast du schon einmal beobachtet, wie flink unsere vierbeinigen Freunde sein können? Hunde sind nicht nur tolle Begleiter, sondern sie spielen auch in unserer Sprache eine ganz große Rolle. Es gibt viele spannende Redewendungen mit Hund, die wir im Alltag benutzen. Eine davon klingt im ersten Moment vielleicht ein bisschen erschreckend, ist aber eigentlich ganz harmlos gemeint.
Den Letzten beißen die Hunde
Wenn jemand sagt: „Den Letzten beißen die Hunde“, dann meint er damit meistens, dass man sich beeilen sollte. Die Bedeutung ist ganz einfach: Wer zu spät kommt oder am langsamsten ist, hat oft einen Nachteil. Das kennst du bestimmt auch aus deinem Alltag: Wenn es in der Pause die begehrten Schaukeln auf dem Spielplatz gibt und alle losrennen, bekommt das Kind, das als Letztes ankommt, keinen Platz mehr. In diesem Moment könnte man sagen: Den Letzten beißen die Hunde.
Aber keine Sorge! Natürlich ist dieser Spruch nicht wörtlich gemeint. Es läuft kein echter Hund hinter dir her, um dich zu zwicken, nur weil du etwas langsamer bist als die anderen. Die Redewendung ist schon sehr alt und erinnert an eine Flucht oder eine Jagd aus früheren Zeiten. Wer ganz am Ende einer Gruppe rannte, wurde am ehesten von Verfolgern eingeholt. Heute nutzen wir den Satz aber nur noch als lustige oder mahnende Erinnerung daran, dass Schnelligkeit manchmal wichtig ist.
Stell dir vor, deine Klasse macht einen Ausflug und ihr dürft euch im Bus eure Plätze aussuchen. Alle stürmen los, um die Fensterplätze zu ergattern. Wer gemütlich schlendert, muss am Ende vielleicht in der Mitte sitzen. Auch hier gilt: Den Letzten beißen die Hunde. Es ist also ein kleiner Ansporn, flink wie ein kleiner Welpe zu sein, wenn es darauf ankommt!
Ob beim Sport, beim Verteilen von Nachtisch oder beim Finden der besten Plätze im Kino – das Sprichwort Den Letzten beißen die Hunde begegnet uns überall dort, wo wir zeigen können, wie schnell wir sind. Es ist eine von vielen Redensarten, die zeigen, wie eng das Tier und der Mensch seit jeher zusammengehören.