Hundsgemein sein.

Hast du dich schon einmal so richtig über eine Ungerechtigkeit geärgert? Vielleicht hat dir jemand das letzte Stück Schokolade vor der Nase weggeschnappt oder dich beim Spielen einfach übergangen. In solchen Momenten sagen wir oft, dass etwas hundsgemein ist. Aber was hat unser liebster Vierbeiner eigentlich mit fiesen Taten zu tun?

Hundsgemein sein.

Wenn wir sagen, dass jemand hundsgemein ist, meinen wir damit, dass etwas ganz besonders unfair oder fies ist. Es ist viel mehr als nur ein kleines bisschen „gemein“ – es ist so richtig ordentlich ungerecht!

Das Wort wird verwendet, um den Ärger über eine Situation auszudrücken. Hier sind ein paar Beispiele aus dem Alltag, in denen man diesen Ausdruck benutzen könnte:

  • Du hast dir extra viel Mühe mit einem Bild gegeben, und jemand anderes kritzelt absichtlich darüber. Das ist wirklich hundsgemein!
  • Alle Kinder aus deiner Gruppe dürfen auf den Spielplatz, nur du musst drinnen bleiben und aufräumen, obwohl du gar kein Chaos gemacht hast. Das fühlt sich echt hundsgemein an.
  • Jemand erzählt eine Unwahrheit über dich, damit du Ärger bekommst. Auch das bedeutet, hundsgemein sein in Aktion zu erleben.

Hat das etwas mit echten Hunden zu tun?

Ganz wichtig zu wissen: Mit echten Hunden hat dieses Wort überhaupt nichts zu tun! Unsere treuen Haustiere sind meistens lieb, kuschelig und alles andere als fies. In der deutschen Sprache wurde früher das Wort „Hund“ manchmal vor andere Wörter gesetzt, um sie zu verstärken. Wenn wir also sagen, jemand würde hundsgemein sein, dann meinen wir eigentlich nur „super-extra-gemein“.

Es gibt noch viele andere spannende Redewendungen mit Hund, die wir in unserer Sprache benutzen, ohne dass wir dabei an ein echtes Tier denken. Also keine Sorge: Dein flauschiger Freund ist sicher nicht hundsgemein, auch wenn er vielleicht mal heimlich deinen Hausschuh versteckt!