Hast du schon einmal gehört, dass jemand sagt: „Wer mit Hunden schläft, wacht mit Flöhen auf“? Das klingt erst einmal ziemlich juckend, oder? Aber keine Sorge, meistens meinen Erwachsene damit gar nicht echte kleine Krabbeltiere im Bett. In der Welt der Redewendungen mit Hund gibt es viele schlaue Sprüche, die uns etwas über das Leben beibringen wollen.
Wer mit Hunden schläft, wacht mit Flöhen auf.
Früher, als Hunde noch viel draußen lebten und es noch nicht so tolle Pflegemittel wie heute gab, hatten unsere vierbeinigen Freunde oft Flöhe. Wenn sich dann ein Mensch ganz nah an den Hund gekuschelt hat, zum Beispiel nachts im warmen Stroh oder im Bett, dann sind die kleinen Flöhe einfach vom Fell des Hundes auf den Menschen gehüpft. Am nächsten Morgen war das Gejammer groß, weil es überall am Körper juckte! Aus dieser alten Erfahrung entstand das bekannte Sprichwort.
Heute bedeutet die Redewendung „Wer mit Hunden schläft, wacht mit Flöhen auf“ aber etwas ganz anderes. Es ist eine kleine Warnung davor, dass das Verhalten anderer Menschen auf uns „abfärben“ kann. Man meint damit: Wenn du dich mit Leuten umgibst, die sich schlecht benehmen oder ständig in Schwierigkeiten stecken, dann bekommst du oft einen Teil dieser Probleme ab.
Stell dir vor, es gibt in deiner Schule ein Kind, das ständig Regeln bricht, andere ärgert oder Sachen kaputt macht. Wenn du nun jeden Tag nur mit diesem Kind spielst, kann es passieren, dass du plötzlich auch Lust bekommst, Quatsch zu machen. Oder noch schlimmer: Deine Lehrer und Eltern denken vielleicht, dass du genauso frech bist, nur weil du immer mit dieser Person zusammen bist. Das schlechte Benehmen oder der schlechte Ruf sind in diesem Fall die „Flöhe“, die man bekommt, wenn man zu viel Zeit mit den falschen Leuten verbringt.
Unsere geliebten Haustiere können natürlich gar nichts dafür, dass sie in diesem Spruch vorkommen. Hunde sind wunderbare Begleiter! Aber das Sprichwort nutzt das Bild der hüpfenden Flöhe, um uns zu zeigen, wie schnell man sich an negatives Verhalten gewöhnen kann. Es erinnert uns daran, dass wir uns unsere Freunde gut aussuchen sollten. Denn echte, gute Freunde helfen uns dabei, freundlich und ehrlich zu bleiben – ganz ohne juckende Überraschungen!